Hilfe naht - Löschgruppe Amelunxen investiert Spendengelder in Notfallrucksack


Der „Verbandkasten K“ und ein Kfz-Verbandkasten. Das ist die Ausstattung, die nach Norm auf einem Löschgruppenfahrzeug (LF) 20/16 für Sanitätszwecke verlastet ist. Mehr war auch bis vor kurzem auf dem neuen LF (Bj. 2009) nicht vorhanden.
„Um effektiv und schnell Hilfe leisten zu können, haben wir uns entschlossen einen Rettungsrucksack zu beschaffen.“, so Sebastian Ewen, der stellvertretende Löschgruppenführer in Amelunxen. Sebastian Ewen ist beruflich bei der Berufsfeuerwehr Bielefeld tätig und ausgebildeter Rettungsassistent. Neben ihm ist noch Jan Nolte, der zzt. seine Ausbildung zum Rettungsassistenten macht, hauptberuflich im Rettungsdienst tätig. „Somit haben wir neben den vielen, sich ständig fortbildenden, Ersthelfern auch zwei "Profis" in der Löschgruppe.“ berichtet Löschgruppenführer Karl-Josef Rode.

In unserem ländlichen Bereich kann es schon mal vorkommen, dass die Feuerwehr vor dem Rettungsdienst vor Ort ist. Auch dann kann jetzt bereits qualifizierte Hilfe geleistet werden. So ist neben dem normalen Verbandmaterial zum Beispiel neben Blutdruck- und Blutzuckermessgerät auch ein Beatmungsbeutel mit Sauerstoffflasche mit an Bord. Ein Stifneck (Halskrause zur Fixierung der Halswirbelsäule) und Schienen zur Fixierung von Brüchen dürfen ebenfalls nicht fehlen.
„Natürlich wurde der Inhalt auch den übrigen Kameraden erläutert und wird in Zukunft in die jährliche Erste-Hilfe-Unterweisung mit eingebunden“, so Rode weiter.
Als weiteres Hilfsmittel zur Rettung von Verletzten ist auf dem Amelunxer Feuerwehrfahrzeug noch eine sog. Schaufeltrage verlastet. Sie ist längs teilbar und kann dann von zwei Seiten unter den Patienten geschoben und wieder verriegelt werden. Dadurch ist es möglich einen Patienten auf schonende Art und Weise aufzunehmen und zu transportieren. Diese Trage stammt aus den Beständen von Tischlermeister Karl-Josef Rode, der sie seiner Löschgruppe zur Verfügung stellt.

„Wir möchten allen Geldgebern danken, die unseren ehrenamtlichen Einsatz unterstützen.“ weißt Karl-Josef Rode auf die Herkunft des Notfallrucksackes hin. Er wurde durch Spendengelder finanziert. Die umfangreiche Grundausstattung der Feuerwehr Beverungen wird in guter Qualität durch die Stadtverwaltung sichergestellt. Für alles was darüber hinausgeht, und was man nicht mit handwerklichem Geschick selber machen kann, sind Spenden, wie überall, gern gesehen und werden, wie an diesem Beispiel ersichtlich, auch zweckgerichtet verwandt. Wer für seine Feuerwehr spendet, kann davon ausgehen, dass sein Geld nicht in das Privatvergnügen der Wehrleute investiert wird.


Über den neuen Notfallrucksack freuen sich:
(v.r.) Löschgruppenführer Hauptbrandmeister Karl-Josef Rode, Unterbrandmeister Jan Nolte und stv. Löschgruppenführer Oberbrandmeister Sebastian Ewen.

Foto: Sebastian Groppe
Text: Ansgar Hundt

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